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Präambel

Der Gemeinderat Hülben hat sich in seiner Sitzung am 25. Juli 2006 darauf verständigt, dem Thema "Jugend" eine noch größere Bedeutung beizumessenals dies bisher der Fall war und hat daher den Arbeitskreis "Kinder und Jugend" ins Leben gerufen.

Vorrausgegangen waren verstärkte "Bauwageninitiativen" durch die Jugendlichen selbst. Aufgrund fehlender Angebote der offenen Jugendarbeit in der Gemeinde war innerhalb weniger Monate die Zahl der sogenannten losen Treffpunkte von damals drei anerkannten bauwagenstandorten auf insgesamt neun Standorte angewachsen.

Folgende Gründe führten die Jugendlichen an:

  • Langeweile in der Freizeitgestaltung
  • Fehlende Bindung im Elternhaus ( keine Ansprechpartner, keine Aufsicht der Eltern)
  • Fehlende Treffpunkte
  • Gruppenbildung und Gruppendynamik
  • Perspektivlosigkeit in Schule und Ausbildung
Durch die Schaffung eigener "Freiräume" versprachen sich die Jugendlichen die Möglichkeit, sich zu treffen und ihre Freizeit zu gestalten, ohne sich Reglementierungen von Erwachsenen ausgesetzt zu fühlen.

Diese Art der Freizeitbeschäftigung führte zu folgenden Problemen:

  • Lärmbelästigung der Anwohner
  • Alkoholmissbrauch
  • Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz
  • Verstöße gegen geltende Sperrzeitenregelungen
  • Weitere, zum Teil schwere Verstöße gegen Straftatbestände
Aufgrund der oben angesprochenen Vorkommnisse hat die Ggemeinde reagiert und wird gemeinsam mit dem Jugendamt des Landkreises Reutlingen ein Netzwerk der Jugendarbeit aufbauen, welches sich auf den vorhandenen Vereinsstrukturen gründen soll. Dazu sollen ergänzende Einrichtungen, Maßnahmen und Projekte erarbeitet und angeboten werden.

Ziel der Jugendarbeit in Hülben wird dabei sein, dass diese als intergraler Bestandteil der Gemeinwesenarbeit dazu beitragen soll, dass junge Menschen gerne in Hülben und in der Region leben, dass sie eine angemessene Ausbildung und Arbeit finden können und dass sich eine Zivilgesellschaft entwickelt, die durch individuelles, soziales, freiwilliges und demokratisches Engagement gekennzeichnet ist. Weiter wird das Ziel verfolgt, zur Schaffung positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinderfreundliche Umwelt, einen Beitrag zu leisten bzw. diese zu erhalten. Dazu sollen für junge Menschen Rahmenbedingungen geschaffen werden, in denen sie zu selbstbewussten und selbständigen Menschen heranwachsen können, um in unserer Gesellschaft wichtige Mitglieder zu werden.

Neben der vielfältigen guten Jugendarbeit der örtlichen Vereine, Verbände und der Kirchen soll durch die geplante offene Jugendarbeit ein weiterer baustein zur Erreichung dieser Ziele gesetzt werden. Vor allem durch gezielte, auf Dauer angelegte Projekte wie dem Folgenden, sollen Jugendliche intergriert, gefördert und mit Zukunftsperspektiven ausgestattet werden.

Siegmund Ganser
Bürgermeister